Nutzungsbedingungen "Selbstfahren"

1. Fahrberechtigung, Führerscheinvalidierung

 

(1) Zur Übernahme und Führung von Carré PKWs oder VANs sind ausschließlich natürliche Personen berechtigt, die

  • ein Mindestalter von 18 Jahren vollendet haben und seit mindestens einem (1) Jahr in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zum Führen eines PKW sind – für bestimmte Fahrzeugmodelle gilt ein höheres Mindestalter, das in der Carré-App angezeigt wird;

  • die ihre gültige Fahrerlaubnis während der Miete bei sich tragen und alle darin ggf. enthaltenen Bedingungen und Auflagen erfüllen;

  • über ein aktives Carré Benutzerkonto verfügen.

 

(2) Zur Übernahme und Führung von Carré Roller sind ausschließlich natürliche Personen berechtigt, die

  • ein Mindestalter von 16 Jahren vollendet haben und in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zum Führen eines Rollers sind – für bestimmte Fahrzeugmodelle gilt ein höheres Mindestalter, das in der Carré-App angezeigt wird;

  • die ihre gültige Fahrerlaubnis während der Miete bei sich tragen und alle darin ggf. enthaltenen Bedingungen und Auflagen erfüllen;

  • über ein aktives Carré Benutzerkonto verfügen

(3) Zur Buchung von allen anderen Carré-Fahrzeugen die nicht zulassungspflichtig sind (wie Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder) sind ausschließlich natürliche Personen berechtigt, die

  • ein Mindestalter von 16 Jahren vollendet haben und

  • über ein aktives Carré Benutzerkonto verfügen

Die Nutzung der gebuchten Fahrzeuge (Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder) ist darüber hinaus auch von Personen mit einem Alter unter 16 Jahren möglich, sofern die Buchung dieser Fahrzeuge von einem Nutzenden mit mind. 16 Jahren verantwortet wird.

(4) Kunden, die natürliche Personen sind, müssen vor Abschluss von Einzelmietverträgen für die Nutzung von Rollern und PKWs ihre Identität und Fahrerlaubnis überprüfen lassen. Die Validierung erfolgt im Rahmen von Einführungsveranstaltungen oder Wahlweise über einen Identitätsservice. Die Kosten für die Nutzung des Identitätsservice werden dem Nutzenden in Rechnung gestellt. Die Anmeldung für die Veranstaltungen sowie dann die erfolgreiche Validierung kann in der Carré-App nachvollzogen werden.

(5) Nach erfolgreicher Validierung der Fahrerlaubnis schaltet Carré den Kunden für das Selbstfahren bei unbegrenzten gültigen Fahrerlaubnissen maximal für die Dauer von 60 Monaten frei. Bei begrenzt gültigen Dokumenten gilt mindestens das Ablaufdatum als Ende der Ausleihberechtigung. Um die Zugangsmittel des Kunden für Folgezeiträume freizuschalten, hat der Kunde erneut einen Validierungsprozess zu durchlaufen, um die Gültigkeit seiner Fahrerlaubnis nachzuweisen. Bei Nicht-EU/-EWR Führerscheinen erfolgt die Freischaltung für das „Selbstfahren“ für sechs (6) Monate nach Hinterlegung des Führerscheins. Unabhängig davon behält sich Carré das Recht vor, den Kunden jederzeit aufzufordern, die Gültigkeit seiner Fahrerlaubnis nachzuweisen.

(6) Bei Entzug oder Verlust der Fahrerlaubnis erlischt unmittelbar die Fahrberechtigung für Carré-eigene oder integrierte Partnerfahrzeuge für die Dauer des Verlustes oder Entzuges. Dasselbe gilt für die Dauer eines Fahrverbotes. Kunden haben die Entziehung oder Einschränkungen ihrer Fahrerlaubnis, wirksam werdende Fahrverbote oder eine vorübergehende Sicherstellung oder Beschlagnahme ihres Führerscheins unverzüglich an Carré zu melden bzw. den „Selbstfahren“-Services in dieser Zeit nicht zu nutzen.

(7) Es ist allen Kunden strikt untersagt, anderen Personen die Führung von führerscheinpflichtigen Carré-Fahrzeugen zu ermöglichen. Insbesondere ist die Weitergabe der Kundenlogin-Daten (Carré Benutzername, Carré-Passwort und Carré-PIN) an andere Personen nicht gestattet.  Dies gilt auch dann, wenn die andere Person selbst ein Kunde ist. Für jeden Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung verpflichtet sich der Kunde zur Zahlung einer Vertragsstrafe in der in der Tarifkonditionen ausgewiesenen Höhe. Die Geltendmachung von Schäden bleibt unberührt. Die Vertragsstrafe wird in diesem Fall angerechnet.

2. Reservierung und Abschluss von Einzelmietverträgen

 

(1) Registrierte und validierte Kunden können Carré-Fahrzeuge anmieten.

(2) Ein konkretes Carré-Fahrzeug kann über die „Selbstfahren“-Funktion der Carré-Plattform unter Angabe von Ort, Datum, Start- und Endzeitpunkt oder Tarif sowie Fahrzeugwunsch werden. Daraufhin prüft die Carré-Plattform bzw. angebundene Partner-Plattform die Verfügbarkeit und spielt dem Nutzenden entweder eine Bestätigung oder eine Ablehnung inkl. Alternativ-Vorschlag zurück. Für den Fall, dass ein Fahrzeug im unmittelbaren Anschluss der angefragten Buchung bereits gebucht ist, wird eine entsprechende Information an den Nutzenden geleitet. Für in der Zukunft liegende Fahrten (Kurzzeit, Tages- oder Wochenendbuchungen) erstellt das Carré-System dafür eine Vorabreservierung des ausgewählten Fahrzeugs für den Nutzenden.

(3) Der Auftrag kann nur über die Carré-Plattform erteilt werden. Carré behält sich die freie Entscheidung über den Abschluss von Einzelverträgen vor.

(4) Der Einzelmietvertrag über die Nutzung eines Carré-Fahrzeugs wird abgeschlossen, indem der Kunde den Buchungsvorgang über die Carré-App erfolgreich abschließt, d.h. das Fahrzeug verbindlich reserviert hat. Der Kunde ist verpflichtet, das Carré-Fahrzeug vor Fahrtantritt auf sichtbare Mängel, sichtbare Schäden und sichtbare grobe Verunreinigungen zu überprüfen und über die Carré-App zu melden. Um eine verursachergerechte Zuordnung des Mangels, Schadens und/oder der Verschmutzung zu ermöglichen, muss die Meldung zwingend vor Fahrtantritt erfolgen. Der Kunde ist verpflichtet, vollständig und wahrheitsgetreu entsprechende Angaben zu machen. Mit Fahrtantritt ist der Start des motorisierten Fahrzeuges und die erste Bewegung bei nicht motorisierten Fahrzeugen gemeint.

(5) Auch für Kurzzeitbuchungen wird im System eine Reservierung des Fahrzeugs hinterlegt. Im Fall von Stornierungen gelten die nachfolgenden Regelungen:

  • Bei einer gebuchten Fahrtdauer von bis zu 3 Stunden, kann bis zu einer Stunde vorher kostenlos storniert werden.

  • Bei einer gebuchten Fahrtdauer über 3 Stunden, kann bis zu drei Stunden vorher kostenlos storniert werden.

Wird die Buchung nach den jeweiligen Stornierungsfristen storniert, fällt eine maximale Stornierungsgebühr entsprechend der Tarifkonditionen an. Falls die Stornierungsgebühr höher als die Nutzungsgebühr sein sollte, fällt die Höhe der Nutzungsgebühr an.

(6) Im Fall einer Tages- oder Wochenendbuchung mit Vorabreservierung hat der Kunde das Recht, die Vorabreservierung bis um 16 Uhr am Vortag der Abholung kostenlos zu stornieren. Bei Stornierungen danach fällt eine Stornierungsgebühr entsprechender der, in den Tarifkonditionen dargestellten Höhe an.

(7) Der Kunde kann seine Vorabreservierung ändern. Für diese Änderung fällt gegebenenfalls eine Änderungsgebühr in der in der Tarifkonditionen ausgewiesenen Höhe an. Im Fall einer Änderung der Nutzungsdauer in der Vorabreservierung durch den Kunden, die eine neue Mietgebühr zur Folge hat, wird dem Kunden die Differenz der ursprünglichen Gebühr und der neuen Gebühr in Rechnung gestellt. Nicht genutzte Tage oder frühzeitig beendete Tagesbuchungen mit Vorabreservierung (d.h. der Kunde bringt das Carré-Fahrzeug frühzeitig zurück) werden nicht erstattet. Es gelten die gleichen Fristen wie bei der Stornierung einer Fahrt [siehe 4.1.2. (5)+(6)].

(8) Nähert sich ein Fahrzeug dem angegebenen Buchungsende informiert die Carré-Plattform den Nutzenden darüber und bietet ihm eine Verlängerungsoption an (falls es keine nachstehende Buchung für das konkrete Fahrzeug gibt).

(9) Eine Verlängerung des Nutzungszeitraums kann während der aktiven Nutzung des Fahrzeugs über die Carré-Plattform angefragt werden. Das System prüft entsprechend der neuen Angaben die Verfügbarkeit und meldet eine Bestätigung oder eine Ablehnung der Anfrage zurück. Ist eine Verlängerung möglich, kann diese zu den Standard-Tarifen erfolgen. Ist das Fahrzeug im Anschluss eigentlich gebucht, hat der Nutzenden die Möglichkeit einer „Notfall-Verlängerung“.

(10) Eine „Notfall-Verlängerung“ bedeutet, dass aufgrund unvorhergesehener Ereignisse (z.B. Unfall, Stau) ein rechtzeitiges Zurückbringen nicht möglich war. In diesem Fall muss der vorherige Nutzende angeben wie lange er die Fahrt verlängern muss. Entsprechend dieser Angabe wird der nachstehende Nutzende informiert. Der vorherige Nutzende zahlt für die Überziehung pro Minute einen Zuschlag entsprechend der Tarifkonditionen.

(11) Gibt der vorherige Nutzende, dem nachstehenden Nutzenden nicht Bescheid, fallen Überziehungsgebühren entsprechend der Tarifkonditionen an.

(12) Für jede Tagesbuchung stehen dem Nutzenden 100 Freikilometer zu Verfügung. Für Wochenendbuchungen stehen den Nutzenden 300 Freikilometer zu Verfügung. Wird diese Freigrenze überschritten fallen für jeden weiteren Kilometer zusätzliche Gebühren entsprechend der Tarifkonditionen an.

(13) Die Fahrzeuge dürfen nur innerhalb des geografischen Europas verwendet werden.

(14) Carré ist berechtigt, bei Störungen des Nutzungsablaufes den Kunden auf der in den persönlichen Daten hinterlegten Mobilfunk-Nummer anzurufen.

(15) Die Mietzeit beginnt mit Abschluss des Einzelmietvertrages und endet, wenn der Kunde den Mietvorgang gemäß 4.1.5 ordnungsgemäß beendet hat, oder wenn Carré gemäß diesen AGB zur Beendigung der Miete berechtigt ist und die Miete einseitig beendet.

(16) Die Mietzeit eines Einzelmietvertrages im Rahmen einer Kurzzeitbuchung ist auf 14-Tage befristet; die Mietzeit einer Tagesmiete oder eine Wochenend-Tagesmiete beginnt morgens um 0:01 Uhr für 23:59 Stunden; die Mietzeit für eine Wochenendmiete beginnt Samstag morgens um 0:01 Uhr für 23:59 Stunden. Carré kann gelegentlich Einzelmietverträge mit längerer Mietzeit anbieten, die dann in der Carré App angezeigt werden. Carré behält sich das Recht vor, Einzelmietverträge jederzeit einseitig zu beenden, wenn die jeweilige maximale Mietzeit überschritten wird.

 

(17) Carré ist berechtigt, das Carré-Fahrzeug in Abstimmung mit dem Kunden jederzeit zurücknehmen und durch ein vergleichbares Carré-Fahrzeug zu ersetzen

3. Preise, Zahlungsverzug, Guthaben

 

(1) Der Kunde verpflichtet sich zur Zahlung der Preise für den bei Mietbeginn, (Vorab-)Reservierung oder Buchungsänderung geltenden Tarif. Der jeweils geltende Tarif für den Einzelmietvertrag wird dem Kunden vor Antritt jeder Miete / (Vorab-) Reservierung in der Carré-App angezeigt. Alle Tarife und Kostenpauschalen werden entweder in der Carré-App angezeigt oder sind der jeweils aktuellen Tarifkonditionen zu entnehmen. Dabei handelt es sich um Endpreise, die die jeweilig gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer beinhalten. Bei Kurzzeitbuchungen, bei Tagesbuchungen, und Wochenendbuchungen ist die Zahlung mit Beendigung des Einzelmietvertrags fällig und wird unmittelbar von dem hinterlegten Guthaben oder, falls dieses nicht ausreicht, von dem hinterlegten Zahlungsmittel eingezogen.

(2) Carré kann je nach Fahrzeugtyp einen angemessenen Betrag als Sicherheitskaution über das hinterlegte Zahlungsmittel vor Mietbeginn autorisieren. Wenn eine Sicherheitskaution Anwendung findet, wird Carré den Kunden darüber informieren und die Sicherheitskaution wird zwischen den Parteien im Einzelmietvertrag vereinbart.

 

(3) Guthaben können in Form eines Euro-Guthabens durch Engagement im eigenen Quartier erworben, selbst aufgeladen oder im Rahmen von Vertriebsaktionen gewährt werden. Es gelten die jeweils gültigen Konditionen.

 

(4) Erhält ein Kunde Guthaben, so wird dieses innerhalb von 3 Werktagen dem Carré-Guthaben-Konto gutgeschrieben. Weist das Guthaben-Konto des Kunden ein örtlich einlösbares Guthaben auf, werden die Nutzungen zuerst von diesem Guthaben-Konto in Abzug gebracht. Soweit der Kunde kein Guthaben auf seinem Guthaben-Konto hat – oder die Nutzungsgebühr das vorhandene Guthaben überschreitet – wird das favorisierte Zahlungsmittel des Kunden zur Abrechnung verwendet. Der Kunde kann den aktuellen Stand seines Guthabens jederzeit in der Carré-App einsehen. Der Kunde kann über sein Carré-Benutzerkonto die Auszahlung seines Guthabens auf das hinterlegte Bankkonto (privat) selbst anweisen.

(5) Die Nutzung von Carré-Fahrzeugen wird nach Wahl des Kunden im jeweiligen Einzelmietvertrag entweder nach Maßgabe des jeweiligen Paketes und/oder in der Standardabrechnung (pro angefangene Minute) abgerechnet (angefangene Minuten werden als volle Minuten abgerechnet). Pakete gelten jeweils nur für einen Mietvorgang eines Carré-Fahrzeugs und nicht genutzte Paketbestandteile (z.B. Fahrtzeit) verfallen bei Mietende 4.1.5.

(6) Zahlungen erfolgen nach der gewählten Zahlungsmethode. Der Kunde ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sein (Bank)Konto, über welches das Einzugs- oder (SEPA-) Lastschriftverfahren läuft, oder ein sonstiges gewähltes Zahlungsmittel über eine ausreichende Deckung verfügt. Wird der eingezogene Betrag von der Bank zurückbelastet und hat der Kunde diesen Umstand zu vertreten, hat der Kunde die Bankkosten zu bezahlen sowie in der Folge eine Mahngebühr laut aktuell gültiger Tarifkonditionen zu entrichten. Carré behält sich das Recht vor, vom Kunden angegebene Zahlungsmittel abzulehnen und unter mehreren angegebenen Zahlungsmitteln das vom Kunden als Standardzahlungsmittel ausgewählte Zahlungsmittel abzuändern, worüber der Kunde gegebenenfalls im Voraus informiert wird.

Carré behält sich vor ab dem ersten Tag des Verzug Verzugszinsen in Rechnung zu stellen.

Im Hinblick auf Ansprüche, die nicht auf demselben Vertragsverhältnis beruhen, kann der Kunde ein Zurückbehaltungsrecht nur geltend machen, soweit sein Gegenanspruch unbestritten, rechtskräftig festgestellt oder entscheidungsreif ist.

4. Allgemeine Pflichten des Kunden und Verbote

 

(1) Sofern der Kunde nachfolgend verpflichtet wird, Carré zu kontaktieren, so ist hierfür die in der Carré-Plattform hinterlegte Telefonnummer zu verwenden. Alternativ kann, soweit verfügbar, auch eine im Carré-Fahrzeug eingebaute Telefonfunktion genutzt werden.

 

(2) Der Kunde ist verpflichtet:

  1. das genutzte Carré-Fahrzeug pfleglich und schonend zu behandeln, insbesondere die Vorschriften der Betriebsanleitung des Herstellers sowie die Einfahrvorschriften und die Einhaltung der vorgeschriebenen maximalen Drehzahl und Geschwindigkeit zu beachten,

  2. Vandalismus- und Unfallschäden oder grobe Verschmutzungen unverzüglich Carré mitzuteilen,

  3. das Carré-Fahrzeug ist grundsätzlich bei Verlassen des Fahrzeuges gegen Diebstahl zu sichern (z.B. Fenster und Zentralverriegelung müssen verschlossen sein),

  4. keine Personen oder Tiere bei extremen klimatischen Verhältnissen im Innenraum des Fahrzeugs zu lassen,

  5. bei längeren Fahrten die Betriebsflüssigkeiten und den Reifendruck in regelmäßigen Abständen zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren,

  6. Fahrten ins europäische Ausland an Carré zu melden,

  7. das Carré-Fahrzeug vor Fahrtantritt auf offensichtliche Mängel zu prüfen,

  8. alle gesetzlichen Pflichten im Zusammenhang mit dem Betrieb des Carré-Fahrzeugs, insbesondere aufgrund des Straßenverkehrsgesetzes und der Straßenverkehrsordnung, zu erfüllen, soweit sie nicht aufgrund dieses Vertrages von Carré übernommen werden,

  9. im Falle des Aufleuchtens einer Warnleuchte in der Anzeige im Armaturenbrett unverzüglich anzuhalten und Carré zu kontaktieren, um abzustimmen, ob die Fahrt fortgesetzt werden kann,

  10. sowie sicherzustellen, dass bei der Nutzung eines elektrischen Fahrzeugs die Batterie beim Verlassen des Geschäftsgebietes ausreichende Kapazität aufweist, um das Fahrzeug wieder in die Station zurückzubringen oder der Nutzende sich das Aufladen der Batterie an anderen Ladestationen zutraut und dazu fähig ist.

  11. Bei dem Abstellen eines elektrischen Rollers, den Akkutausch durch einen vollen Akku durchzuführen (wenn die Station mit einem Akkuwechsel-System ausgerüstet ist).

  12. Bei dem Abstellen eines elektrischen Autos, den Ladevorgang ordnungsgemäß zu starten, um die Buchung abschließen zu können

 

(3) Dem Kunden ist es untersagt:

  1. das Carré-Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten zu führen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnten. Es gilt ein striktes Alkoholverbot von 0,0‰;

  2. durch den Carré-Tankprozess andere Fahrzeuge zu betanken, als das Carré-Fahrzeug, dem der Prozess zugeordnet ist oder durch den Carré-Ladeprozess andere Fahrzeuge aufzuladen, als das Carré-Fahrzeug, dem der Prozess zugeordnet ist;

  3. den Beifahrerairbag zu deaktivieren, es sei denn, dies ist im Einklang mit 4.1.4 (2) o. erforderlich, um Kinder oder Kleinkinder unter Verwendung einer erforderlichenSitzerhöhung/ Kindersitzvorrichtung zu befördern und/oder die Einhaltung der Herstellerhin-weise zum Thema Montage von Babyschalen zu gewährleisten. Wenn der Beifahrerairbag deaktiviert wurde, muss der Kunde den Beifahrerairbag vor Beendigung der Miete wieder aktivieren (§ 10 (1) e));

  4. das Carré-Fahrzeug für Geländefahrten, Motorsportveranstaltungen oder Rennen jeder Art zu verwenden;

  5. das Carré-Fahrzeug für Fahrzeugtests, Fahrschulungen oder zur gewerblichen Mitnahme von Personen oder für gewerbliche Transporte (z.B. Kurierfahrten, Pizzalieferung) zu verwenden;

  6. das Carré-Fahrzeug für die Beförderung leicht entzündlicher, giftiger oder sonst gefährlicher Stoffe, soweit sie haushaltsübliche Mengen deutlich übersteigen, zu verwenden;

  7. mit dem Carré-Fahrzeug Gegenstände oder Stoffe zu transportieren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihrer Größe, ihrer Form oder ihres Gewichts die Fahrsicherheit beeinträchtigen oder den Innenraum beschädigen könnten;

  8. das Carré-Fahrzeug für die Begehung von Straftaten zu verwenden;

  9. im Carré-Fahrzeug zu rauchen bzw. Mitfahrern das Rauchen zu gestatten;

  10. Tiere mit in das Carré-Fahrzeug zu nehmen, es sei denn, sie befinden sich in einem geschlossenen Käfig, der sicher im Kofferraum untergebracht ist;

  11. das Carré-Fahrzeug grob zu verschmutzen oder Abfälle irgendwelcher Art im Carré-Fahrzeug zurückzulassen;

  12. mehr als die gemäß Fahrzeugzulassung erlaubte Anzahl von Fahrzeuginsassen zu befördern;

  13. eigenmächtig Reparaturen oder irgendwelche Umbauten am Carré-Fahrzeug auszuführen oder ausführen zu lassen;

  14. Kinder oder Kleinkinder ohne Verwendung einer erforderlichen Sitzerhöhung/Kindersitzvorrichtung zu befördern. Der Kunde hat sämtliche Herstellerhinweise zum Thema Montage von Babyschalen zu befolgen;

  15. mit dem Carré-Fahrzeug Fahrten ins außereuropäische Ausland zu unternehmen, soweit dies in der Carré-App oder im Carré Web-Portal nicht ausdrücklich erlaubt ist sowie

  16. Carré-Fahrzeuge quer zur Fahrbahn zu parken.

 

Der Kunde ist verpflichtet, eine Vertragsstrafe in der in der Tarifkonditionen ausgewiesenen Höhe für jeden schuldhaften Verstoß gegen § 4.1.4 (3) zu zahlen. Die Geltendmachung von Schadensersatz bleibt unberührt. Die Vertragsstrafe wird in diesem Fall angerechnet. Außerdem kann eine Kostenpauschale gemäß der Tarifkonditionen anfallen; 4.1.9 (9) findet Anwendung.

(4) Der Kunde hat im Interesse der Umwelt, der Allgemeinheit und der anderen Kunden auf eine umweltschonende und kraftstoffsparende Fahrweise zu achten.

5. Mietende

 

1) Möchte der Kunde einen Mietvorgang beenden (und damit den Einzelmietvertrag beenden), so ist er verpflichtet:

  • das Carré-Fahrzeug in die Carré-Station oder in der Carré-Zone ordnungsgemäß und nach Maßgabe der anwendbaren Straßenverkehrsvorschriften abzustellen. Jeder Verstoß gegen Verkehrsregeln geht zu Lasten des Kunden.

  • Schlüssel (sofern das Fahrzeug über solche verfügt) und ggf. Park-/Tankkarte in die dafür vorgesehene Halterung zurückzugeben;

  • sich zu vergewissern, dass die Feststellbremse betätigt wurde, alle Fenster und Türen vollständig geschlossen und alle Lichter ausgeschaltet wurden;

  • sich zu vergewissern, dass der Beifahrerairbag aktiviert ist; sowie

  • sich zu vergewissern, dass keine Abfälle oder grobe Verschmutzungen im Carré-Fahrzeug zurückbleiben.

 

(2) Der Mietvorgang mit einem elektrischen Fahrzeug, darf nur an einer Carré-Ladestation oder ggf. einer Partner-Station beendet werden.  Der Kunde ist verpflichtet, das Fahrzeug auf einer dafür gekennzeichneten Fläche an einer Ladestation zu parken und den Ladevorgang in Gang zu setzen. Erst dann darf er die Beendigung des Mietvorgangs einleiten. 4.1.4 (3) bleibt hierdurch unberührt.

 

(3) Der Mietvorgang kann nur beendet werden, wenn sich das Carré-Fahrzeug innerhalb des definierten Geo-Bereichs der Mobilitätsstation oder in der Zone des Quartiers befindet, in dem die Miete begonnen wurde. Die hinterlege Station bzw. Zone kann jederzeit in der Carré-App angezeigt werden.

Außerhalb des Geo-Bereichs kann das Fahrzeug zwar geparkt, aber die Buchung nicht beendet werden. Das Fahrzeug springt während des Parkens automatisch in den Passivtarif.

 

(4) Die Beendigung eines Mietvorgangs erfolgt durch den Kunden über sein Zugangsmittel. Zuvor muss der Schlüssel (sofern das Fahrzeug über solche verfügt) in die dafür vorgesehene Halterung zurückgegeben und die Fenster und Türen verschlossen worden sein [vgl. 4.1.5 (1)]. Carré behält sich vor, das Mietende nach ordnungsgemäßem Abstellen des Fahrzeugs auch automatisch einzuleiten. Erst wenn das Carré-Fahrzeug die Beendigung des Mietvorgangs durch Schließen der Zentralverriegelung bestätigt, ist die Miete tatsächlich beendet.  Der Kunde ist verpflichtet, sicherzustellen, dass die Beendigung der Miete vollständig abgeschlossen ist, bevor der Kunde das Fahrzeug zurücklässt. Verlässt der Kunde das Carré-Fahrzeug, obwohl der Mietvorgang nicht beendet ist, so läuft die Miete zu Lasten des Kunden weiter.

 

(5) Kann der Mietvorgang nicht beendet werden, ist der Kunde in der Pflicht, dies umgehend Carré zu melden und am Fahrzeug zu verbleiben, bis die weitere Vorgehensweise von Carré entschieden wurde. Zusätzlich entstehende Mietkosten werden nach der Prüfung durch Carré direkt oder in Form einer Gutschrift rückerstattet, wenn kein Kundenverschulden vorliegt. Ein Kundenverschulden liegt z.B. vor, wenn das Carré-Fahrzeug eine Beendigung der Miete nicht zulässt, weil der Fahrzeugschlüssel (sofern das Fahrzeug über solche verfügt) nicht im Fahrzeug ist, die Türen nicht geschlossen sind oder sich das Fahrzeug außerhalb der Station oder des Zonen-Gebiets im Quartier befindet. Andernfalls kann eine Kostenpauschale gemäß der Tarifkonditionen anfallen; 4.1.9 (9) findet Anwendung.

 

(6) Sofern der Kunde den Fahrzeugschlüssel (sofern das Fahrzeuge darüber verfügt) oder anderes Zubehör des Fahrzeugs bei Beendigung des Mietvorgangs nicht mit dem Carré-Fahrzeug zurückgibt, hat er das vollständige Zubehör spätestens innerhalb von 12 Stunden nach Beendigung des Mietvorgangs an Carré zurückzugeben. Andernfalls kann eine Kostenpauschale gemäß der Tarifkonditionen anfallen; 4.1.9 (9) findet Anwendung.

 

(7) Im Falle eines Unfalls, durch den das Fahrzeug nicht mehr fortbewegt werden kann, endet die Miete spätestens mit der Übergabe des Fahrzeugs an das Abschleppunternehmen.

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6. Verhalten bei Unfällen, Schäden, Defekten und Reparaturen; Verkehrsverstöße; Betrugsverdacht

(1) Unfälle, Schäden und Defekte, die während der Fahrt auftreten, hat der Kunde unverzüglich telefonisch Carré mitzuteilen. Dasselbe gilt für Unfälle, Schäden und Defekte, die das Carré-Fahrzeug bereits bei Mietbeginn aufweist.

(2) Der Kunde hat sicherzustellen, dass alle Unfälle, Diebstähle, Feuer oder Schäden, die durch Wild verursacht werden, oder alle anderen Schäden an denen ein von ihm geführtes Carré-Fahrzeug beteiligt war, unverzüglich polizeilich aufgenommen werden. Verweigert die Polizei eine Unfallaufnahme, hat der Kunde dies unverzüglich telefonisch Carré mitzuteilen. In einem solchen Fall hat der Kunde die weitere Vorgangsweise mit Carré abzustimmen und dessen Instruktionen Folge zu leisten. Dies gilt unabhängig davon, ob der Unfall selbst- oder fremdverschuldet oder der Schaden geringfügig oder nicht war. Der Kunde darf sich erst vom Unfallort entfernen, nachdem

  1. die polizeiliche Aufnahme abgeschlossen ist (oder, sollte eine polizeiliche Aufnahme nicht möglich sein, Carré davon gemäß diesem 4.1.6 (2) informiert wurde), und

  2. nach Absprache mit Carré ggf. Maßnahmen zur Beweissicherung und Schadenminderung ergriffen wurden, und

  3. das Fahrzeug an ein Abschleppunternehmen übergeben, oder nach Absprache mit Carré anderweitig sicher abgestellt worden ist bzw. durch den Kunden fortbewegt wurde.

 

(3) Der Kunde darf im Falle von Unfällen, an denen ein von ihm geführtes Carré-Fahrzeug beteiligt war, keine Haftungsübernahme oder vergleichbare Erklärung abgeben. Wird trotz des Verbots eine Haftungszusage erteilt, gilt diese nur unmittelbar für den Kunden selbst. Weder Halter noch Versicherer sind an diese Zusage gebunden.

(4) Unabhängig davon, ob ein Unfall, zu dessen Meldung der Kunde gegenüber Carré verpflichtet ist, selbst- oder fremdverschuldet war, wird Carré dem Kunden im Nachgang zur Meldung ein Formular zur Schadensmeldung zur Verfügung stellen. Dieses ist innerhalb von 7 Tagen vollständig ausgefüllt an Carré in Textform (z.B. per E-Mail) zurück zu senden. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist der Absendetermin der Anzeige an Carré. Geht innerhalb dieser Frist keine Schadensmeldung bei Carré ein, so kann der Unfall nicht von der Versicherung reguliert werden. Carré behält sich in diesem Fall vor, dem Kunden alle unfallbedingten Kosten, insbesondere an Personen, Gegenständen und Fahrzeugen, zu belasten.

(5) Entschädigungsleistungen im Zusammenhang mit Schäden an dem Carré-Fahrzeug stehen in jedem Fall Carré zu. Sind derartige Leistungen an den Kunden geflossen, muss er sie unaufgefordert an Carré weiterleiten.

(6) Auf Verlangen von Carré hat der Kunde jederzeit den genauen Standort des Carré-Fahrzeugs mitzuteilen und die Besichtigung des Fahrzeugs zu ermöglichen.

 

(7) Ausschließlich Carré ist für die Auswahl der Werkstatt für die Reparatur im Fall von Schäden zuständig

 

7. Versicherungsschutz / Haftungsschutz

 

(1) Das Carré-Fahrzeug ist Voll- bzw. Teilkasko versichert.

(2) Die vorgenannte Haftpflichtversicherung ist, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist, deckungsgleich mit den vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV herausgegebenen Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung AKB 2015 (nachfolgend „AKB“ genannt.

(3) Verletzt der Kunde eine Verpflichtung der AKB und führt dies zu einer Befreiung des Versicherers von seiner Zahlungsverpflichtung, entfällt der Versicherungsschutz gemäß § 12 (1).

 

(4) Kurzzeitbuchung: Im Falle von Kurzzeitbuchungen besteht eine Haftungsbegrenzung für Schäden am Carré-Fahrzeug zugunsten des Kunden gemäß den folgenden Bestimmungen:

Wird das Carré-Fahrzeug während der Nutzungszeit des Kunden beschädigt oder verursacht der Kunde einen Schaden am Carré-Fahrzeug, ist die Haftung des Kunden für Schäden am Carré-Fahrzeug beschränkt auf eine Selbstbeteiligung

  • in Höhe von bis zu EUR 1.000 bei Fahrzeugen der Segmente Lastenrad, Mini, Klein- und Kompaktwagen, und

  • bis zu EUR 1.500 bei Fahrzeugen der höheren Segmente sowie VANs.

 

(5) Tages- und Wochenendbuchungen: Im Falle von Tagesbuchungen und Wochenendbuchungen besteht grundsätzlich keine Haftungsbeschränkung zugunsten des Kunden. Es ist aber möglich, dass Carré eine optionale Haftungsbeschränkung anbietet oder die Fahrerschutzgebühr bereits in den Mietpreis inkludiert.

 

(6) Diese Haftungsbeschränkungen finden Anwendung, wenn (i) das Fahrzeug im Einklang mit diesen allgemeinen Geschäftsbedingungen genutzt wird und (ii) der Schaden gemäß 4.1.6 und unverzüglich gemeldet wurde.

Die Haftungsbeschränkungen finden keine Anwendung im Fall von

  • grober Verletzung der Verpflichtungen gemäß 4.1.4,

  • pflichtwidriger Nichtmeldung eines Unfalls oder Schadens gemäß 4.1.6,

  • Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden, oder

  • mechanischen Schäden am Fahrzeug, die durch die nicht korrekte Nutzung desselben entstehen (z.B. Schaden am Motor, der durch falsches Tanken verursacht wurde).

 

(7) Führt der Kunde den Schaden grob fahrlässig herbei, richtet sich die Haftungsbegrenzung zugunsten des Kunden gegenüber Carré nach § 81 Abs. 2 VVG

8. Haftung von Carré

(1) Carré haftet nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für von Carré oder deren Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursachte Schäden.

 

(2) Für einfache Fahrlässigkeit haftet Carré nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht und der Höhe nach begrenzt auf die vertragstypischen, vorhersehbaren Schäden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Re-gelungen dieses 4.1.8 gelten auch für gesetzliche Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Carré.

 

(3) Carré‘s verschuldensunabhängige Haftung für Mängel bei Vertragsschluss ist ausgeschlossen.

 

(4) Haftungsbeschränkungen gelten nicht im Rahmen abgegebener Garantien, bei Verletzungen des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz

8. Haftung des Kunden, Vertragsstrafen, Kostenpauschalen, Nutzungsausschluss

 

(1) Der Kunde haftet gegenüber Carré für Schäden, die er verschuldet hat. Dies beinhaltet insbesondere Verstöße gegen 4.1.4 die Entwendung, Beschädigung oder den Verlust des Carré-Fahrzeugs sowie Schlüssel (sofern das Fahrzeug über solche verfügt) und Zubehör. Im Falle der Haftung des Kunden ohne Versicherungsschutz der Fahrzeugversicherung, stellt der Kunde Carré von Forderungen Dritter frei.

 

(2) Bei einem selbstverschuldeten Unfall erstreckt sich die Haftung des Kunden bis zur Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung auch auf die Schadennebenkosten, wie zum Beispiel Sachverständigen-kosten, Abschleppkosten, Wertminderung, Mietausfallkosten sowie zusätzliche Verwaltungskosten.

 

(3) Der Kunde ist für die Folgen von Verkehrsverstößen oder Straftaten, die mit Carré-Fahrzeugen begangen werden, haftbar. Er kommt für alle daraus entstehende Kosten auf und stellt Carré vollständig von etwaigen Forderungen Dritter frei. Für die Bearbeitung von Verkehrsverstößen (Verwarnungen, Gebühren, Bußgelder, etc.) hat der Kunde für jeden Vorgang eine Kostenpauschale an Carré zu bezahlen. Die Höhe der Kostenpauschale ergibt sich aus der jeweils geltenden Tarifkonditionen, 4.1.9 (9) findet Anwendung.

 

(4) Im Falle eines von Kunden verschuldeten Unfalles außerhalb eines 20km Radius um die Heimatstation, ist der Kunde verpflichtet, alle Kosten zu übernehmen, die durch einen Rücktransport des Fahrzeugs zurück zur Heimatstation anfallen.

 

(5) Sollte aufgrund eines Verstoßes gegen § 10 ein Umparken durch Carré erforderlich sein oder ein Abschleppdienst durch einen Dritten beauftragt werden, wird der Kunde für diese Leistung und zusätzlichen Kosten gemäß aktueller Tarifkonditionen belastet; 4.1.9 (9) findet Anwendung.

 

(6) Der Kunde verpflichtet sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe in der in der Tarifkonditionen ausgewiesenen Höhe, wenn er das Carré-Fahrzeug schuldhaft einem nicht Fahrberechtigten überlässt. Die Geltendmachung von Schäden bleibt unberührt. Die Vertragsstrafe wird in diesem Fall angerechnet.

 

(7) Stellt der Kunde ein elektrisches Fahrzeug nicht an einer Ladesäule ab, sondern lässt das Fahrzeug auf einer anderen Parkfläche stehen oder startet nicht den Aufladevorgang, hat er eine Umpark-Pauschale in Höhe der jeweils geltenden Carré Tarifkonditionen zu zahlen, 4.1.9 (9) findet Anwendung.

 

(8) Bei erheblichen schuldhaften Vertragsverletzungen, einschließlich eines Zahlungsverzugs, kann Carré den Kunden mit sofortiger Wirkung von der Nutzung der Carré-Fahrzeuge vorübergehend oder dauerhaft ausschließen. Der Ausschluss wird dem Kunden per E-Mail mitgeteilt.

 

(9) Sämtliche Kostenpauschalen werden nicht erhoben, soweit der Kunde nachweist, dass er für die Kosten nicht verantwortlich ist, dass keine Kosten entstanden sind bzw. die tatsächlich entstandenen Kosten wesentlich geringer sind als die Kostenpauschale.

Zuletzt geändert: Januar 2022